
Das Wichtigste kompakt
- Für das Grundstück „An der Lache 30–36“ liegen zwei unterschiedliche Konzepte für Seniorenwohnen und Pflege vor.
- Die HS ImmoInvest GmbH plant 68 barrierefreie Wohnungen mit ambulanten Pflegeangeboten.
- Die Lebensraum Baugenossenschaft schlägt einen Wohnpark mit zwölf Bungalows, 26 Wohnungen und einer Tagespflege vor.
- Für beide Konzepte müsste der bestehende Bebauungsplan geändert werden.
- Die Beratungen in den zuständigen politischen Gremien sind noch nicht abgeschlossen.
Ambulante Pflege statt stationärer Einrichtung
Die Stadt Seligenstadt befasst sich erneut mit der künftigen Nutzung des Grundstücks „An der Lache 30–36“ in Froschhausen. Auf dem Gelände sollen Angebote für seniorengerechtes Wohnen und Pflege entstehen. Der Stadtverordnetenversammlung liegen dazu zwei unterschiedliche Konzepte vor.
Ausgangspunkt war ein Beschluss aus dem Jahr 2023. Damals wurde die Verwaltung beauftragt, Nutzungsmöglichkeiten für Seniorenwohnen und eine Tagespflegeeinrichtung zu untersuchen. Auch die Vergabe des Grundstücks im Erbbaurecht sollte geprüft werden. Im September 2024 wurden dem zuständigen Ausschuss vier städtebauliche Entwürfe verschiedener Projektentwickler vorgestellt.
Im Mai 2025 erhielt die HS ImmoInvest GmbH den Auftrag, eine Seniorenwohnanlage mit einer stationären Pflegeeinrichtung für 110 pflegebedürftige Menschen und acht seniorengerechten Wohnungen zu planen. Dieses Konzept konnte nach Angaben der Unterlagen aufgrund veränderter wirtschaftlicher und sozialer Rahmenbedingungen nicht umgesetzt werden.
Das Unternehmen legte deshalb im Herbst 2025 und Frühjahr 2026 eine überarbeitete Planung vor. Vorgesehen sind nun 68 barrierefreie Wohneinheiten mit einem ambulanten Pflegeangebot. Zusätzlich könnten Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz oder intensivem Pflegebedarf eingerichtet werden. Geplant ist ein dreigeschossiger, geschlossener Gebäudekomplex mit einem Parkdeck. Die maximale Gebäudehöhe soll bis zu 13 Meter betragen.
Wohnpark mit Bungalows und Tagespflege
Ein zweites Konzept stammt von der Lebensraum Baugenossenschaft eG. Diese schlägt einen Wohnpark mit zwölf eingeschossigen Bungalows und einem dreigeschossigen Mehrfamilienhaus mit 26 Wohnungen vor.
Im Erdgeschoss des Mehrfamilienhauses soll eine Tagespflegeeinrichtung für zwei Gruppen mit jeweils 15 Personen entstehen. Ein Betreiber für die Tagespflege steht nach den vorliegenden Unterlagen allerdings noch nicht fest.
Zum Energiekonzept gehören eine Photovoltaikanlage sowie eine gemeinschaftlich organisierte Stromversorgung. Die Baugenossenschaft strebt eine Vergabe des Grundstücks im Erbbaurecht an. Dadurch soll nach ihrer Darstellung dauerhaft bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden.
Die Stadtverwaltung bewertet das Grundstück grundsätzlich als geeignet für eine Seniorenwohnanlage mit Pflegeangeboten. Sie weist jedoch auch auf Nachteile des Standorts hin. Genannt werden insbesondere die Entfernung zu zentralen Einrichtungen und die eingeschränkte fußläufige Erreichbarkeit von Geschäften und anderen Versorgungsangeboten.
Die Seniorenberatung empfiehlt angesichts des bestehenden Bedarfs und der demografischen Entwicklung sowohl den weiteren Ausbau stationärer Pflegeangebote in Froschhausen als auch zusätzliche ambulante Wohnformen im Westring-Gebiet.
Bebauungsplan muss angepasst werden
Für beide vorgestellten Konzepte wäre eine Änderung des geltenden Bebauungsplans erforderlich. Das betrifft unter anderem die zulässige Gebäudehöhe, die vorgesehene Nutzungsart und die Zahl der notwendigen Stellplätze.
Die Verwaltung bewertet das Konzept der Lebensraum Baugenossenschaft nach den öffentlich zugänglichen Unterlagen als städtebaulich schlüssig und integrativ. Positiv hervorgehoben wird außerdem das vorgesehene Energiekonzept. Eine abschließende politische Entscheidung für eines der beiden Vorhaben ist damit jedoch noch nicht getroffen.
Die Umsetzung soll überwiegend durch private Projektträger erfolgen. Diese müssten auch die Kosten für die Schaffung des erforderlichen Baurechts übernehmen. Über das weitere Vorgehen beraten nun die zuständigen Ausschüsse und anschließend die Stadtverordnetenversammlung.
Weitere Beratungstermine
- September 2024: Vorstellung verschiedener städtebaulicher Konzepte im zuständigen Ausschuss
- Mai 2025: Beschluss zur Beauftragung der HS ImmoInvest GmbH durch die Stadtverordnetenversammlung
- August 2026: Beratung im Ausschuss für Bau, Stadtentwicklung und Digitalisierung
- 31. August 2026: Beratung im Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschuss
- Noch festzulegen: weitere Beratung in der Stadtverordnetenversammlung
Quelle: 650/0133/26-2031 – Bürgerinformationssystem Seligenstadt
KI-Transparenz: Dieser Beitrag entstand mit Unterstützung von OpenAI bei der Auswertung der Quellen und der Texterstellung.
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